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Glossar

Von Abgeltungssteuer bis Zinsbindung: Unser Glossar erklärt die wichtigsten Begriffe rund um Immobilien als Kapitalanlage, Vermögensaufbau und Absicherung - kurz, verständlich und ohne Fachchinesisch.

Finanzierung

AnnuitätendarlehenDas Annuitätendarlehen ist die übliche Form der Immobilienfinanzierung in Deutschland. Die monatliche Rate bleibt über die gesamte Zinsbindung gleich und besteht aus Zins und Tilgung. Weil die Restschuld sinkt, verschiebt sich das Verhältnis: Der Zinsanteil wird kleiner, der Tilgungsanteil größer.BeleihungsauslaufDer Beleihungsauslauf setzt dein Darlehen ins Verhältnis zum Beleihungswert der Immobilie. Er entscheidet über den Zinssatz: Unter 60 Prozent gibt es die besten Konditionen, oberhalb von 80 Prozent steigen die Aufschläge deutlich. Der Beleihungswert liegt dabei 10 bis 20 Prozent unter dem Verkehrswert.EigenkapitalEigenkapital ist der Teil des Kaufpreises, den du aus eigenen Mitteln bezahlst und nicht finanzierst. Als Faustregel gilt: Die Kaufnebenkosten von 8 bis 12 Prozent solltest du selbst tragen, dazu je nach Ziel 10 bis 20 Prozent des Kaufpreises. Mehr Eigenkapital senkt den Zinssatz, weniger erhöht den Hebel.GrundschuldDie Grundschuld ist das Pfandrecht, mit dem eine Bank ihr Immobiliendarlehen absichert. Sie steht in Abteilung III des Grundbuchs und berechtigt die Bank, die Immobilie zu verwerten, wenn du nicht zahlst. Anders als die Hypothek bleibt sie bestehen, auch wenn das Darlehen getilgt ist.SondertilgungDie Sondertilgung ist eine Zahlung, die du zusätzlich zur normalen Rate auf dein Darlehen leistest. Banken räumen dafür meist ein Recht von bis zu 5 Prozent der Darlehenssumme pro Jahr ein, kostenlos. Sie verkürzt die Laufzeit und spart Zinsen, weil sie direkt die Restschuld senkt.

Immobilien & Kauf

AuflassungsvormerkungDie Auflassungsvormerkung ist ein Eintrag im Grundbuch, der deinen Anspruch auf Eigentumsübertragung sichert. Sie wird direkt nach der Beurkundung eingetragen und schützt dich in der Zeit bis zur Eigentumsumschreibung vor einem Doppelverkauf oder neuen Belastungen. Sie kostet rund 0,1 Prozent des Kaufpreises.Cashflow (Immobilien)Der Cashflow ist der Betrag, der bei einer vermieteten Immobilie nach allen Zahlungen tatsächlich auf dem Konto bleibt oder fehlt. Von der Kaltmiete gehen nicht umlagefähige Kosten und der Kapitaldienst aus Zins und Tilgung ab. Anders als die Rendite zeigt der Cashflow, ob sich das Objekt aus eigener Kraft trägt.ErbpachtErbpacht ist der umgangssprachliche Name für das Erbbaurecht: Du kaufst das Gebäude, das Grundstück gehört weiter jemand anderem. Dafür zahlst du einen jährlichen Erbbauzins von üblicherweise 3 bis 6 Prozent des Grundstückswerts. Die Laufzeit beträgt meist 60 bis 99 Jahre.GrunderwerbsteuerDie Grunderwerbsteuer ist eine einmalige Steuer beim Kauf einer Immobilie oder eines Grundstücks. Sie beträgt je nach Bundesland zwischen 3,5 und 6,5 Prozent des Kaufpreises und gehört damit zum größten Posten der Kaufnebenkosten. Fällig wird sie nach dem Bescheid des Finanzamts.HausgeldDas Hausgeld ist die monatliche Vorauszahlung, die jeder Wohnungseigentümer an die Eigentümergemeinschaft leistet. Es deckt Betriebskosten, Verwaltung und die Instandhaltungsrücklage. Üblich sind 3,00 bis 4,50 Euro je Quadratmeter im Monat; auf den Mieter umlegen lassen sich davon nur etwa 60 bis 70 Prozent.InstandhaltungsrücklageDie Instandhaltungsrücklage ist das Sparguthaben einer Eigentümergemeinschaft für künftige Reparaturen am Gemeinschaftseigentum. Seit der Reform des Wohnungseigentumsgesetzes heißt sie offiziell Erhaltungsrücklage. Jeder Eigentümer zahlt monatlich über das Hausgeld ein.KaufpreisfaktorDer Kaufpreisfaktor gibt an, wie viele Jahreskaltmieten der Kaufpreis einer Immobilie entspricht. Er wird berechnet, indem man den Kaufpreis durch die Jahreskaltmiete teilt, und ist die gebräuchlichste Kennzahl, um Objekte schnell miteinander zu vergleichen.MietkaufBeim Mietkauf mietest du eine Immobilie und erwirbst sie später zu einem heute festgelegten Preis. Ein Teil der Miete wird auf den Kaufpreis angerechnet. Das Modell ist gesetzlich nicht eigens geregelt, muss notariell beurkundet werden und ist in Summe meist teurer als ein normaler Kauf.MietrenditeDie Mietrendite zeigt, wie viel Prozent des eingesetzten Kapitals eine vermietete Immobilie pro Jahr an Mieteinnahmen erwirtschaftet. Die Bruttomietrendite setzt die Jahreskaltmiete ins Verhältnis zum Kaufpreis, die aussagekräftigere Nettomietrendite berücksichtigt zusätzlich Kaufnebenkosten und laufende Kosten.Off-Market-ImmobilienOff-Market-Immobilien werden verkauft, ohne dass sie öffentlich inseriert sind. Der Verkauf läuft diskret über Netzwerke von Maklern, Bestandshaltern oder Vermittlern. Käufer erreichen damit Objekte, die auf den bekannten Portalen nie auftauchen.TeilungserklärungDie Teilungserklärung ist die notarielle Urkunde, die ein Gebäude rechtlich in einzelne Eigentumswohnungen aufteilt. Sie legt fest, was Sondereigentum und was Gemeinschaftseigentum ist, wie hoch die Miteigentumsanteile sind und welche Regeln in der Eigentümergemeinschaft gelten.

Steuern & Abschreibung

AbgeltungssteuerDie Abgeltungssteuer ist die pauschale Steuer auf private Kapitalerträge in Deutschland. Sie beträgt 25 Prozent, dazu kommen 5,5 Prozent Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer. Die Bank behält sie direkt ein und führt sie ans Finanzamt ab. Steuerfrei bleiben Kapitalerträge bis zum Sparerpauschbetrag von 1.000 Euro pro Person und Jahr.AfAAfA steht für Absetzung für Abnutzung und bezeichnet die steuerliche Abschreibung eines Gebäudes. Als Vermieter ziehst du damit jedes Jahr einen Teil der Anschaffungskosten von deinen Mieteinnahmen ab und senkst so deine Steuerlast - obwohl dir dafür kein Geld abfließt.Denkmal-AfADie Denkmal-AfA ist eine erhöhte Abschreibung für Sanierungskosten an denkmalgeschützten Gebäuden. Vermieter setzen nach § 7i EStG acht Jahre lang jeweils bis zu 9 Prozent und weitere vier Jahre bis zu 7 Prozent ab - zusammen 100 Prozent der begünstigten Kosten in zwölf Jahren. Selbstnutzer kommen nach § 10f EStG auf 90 Prozent in zehn Jahren.NießbrauchDer Nießbrauch ist das Recht, eine Immobilie zu nutzen und ihre Erträge zu ziehen, ohne Eigentümer zu sein. In der Vermögensnachfolge überträgt man damit die Immobilie an die Kinder und behält die Mieteinnahmen. Weil der Nießbrauch den Wert der Schenkung mindert, sinkt die Schenkungsteuer.Restnutzungsdauer-GutachtenEin Restnutzungsdauer-Gutachten weist nach, dass ein Gebäude eine kürzere tatsächliche Nutzungsdauer hat als die gesetzlich unterstellte. Wird es anerkannt, darfst du über weniger Jahre abschreiben - die jährliche AfA steigt und deine Steuerlast sinkt spürbar.SpekulationsfristDie Spekulationsfrist ist der Zeitraum, in dem der Gewinn aus dem Verkauf einer Immobilie versteuert werden muss. Bei vermieteten Immobilien beträgt sie zehn Jahre. Verkaufst du danach, bleibt der Gewinn steuerfrei - verkaufst du vorher, zählt er zum zu versteuernden Einkommen.

Vermietung & Mietrecht

Vermögensaufbau

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Die Geschäftsführer von HH-Anlagekonzepte lächelnd als Porträt